Lotto erklärt: Regeln, Systeme und Mythen

Dieser Bereich erklärt die Mechanik hinter den Zahlen. Nicht welche Zahlen zuletzt fielen – sondern wie eine Ziehung aufgebaut ist, wie ein Systemschein rechnet, und welche der verbreiteten Annahmen über Lotto einer Prüfung standhalten.

Alle Wahrscheinlichkeiten auf dieser Seite und in den verlinkten Artikeln sind aus den veröffentlichten Spielregeln berechnet – aus der Zusammensetzung der Trommel und der Anzahl gezogener Kugeln. Es werden keine Ziehungsarchive und keine Häufigkeitsdatensätze verwendet, und keine Zahl steht hier, die sich nicht mit den angegebenen Formeln nachrechnen lässt.

Grundlagen

Zum Nachrechnen

Häufig gestellte Fragen

Sind alle Lottozahlen gleich wahrscheinlich?

Ja. Beim Ziehungsverfahren wird jede Kugel ohne Zurücklegen aus derselben Trommel gezogen, und keine Kugel ist bevorzugt. Jede der 13.983.816 möglichen Sechserkombinationen bei 6aus49 hat deshalb dieselbe Wahrscheinlichkeit. Das gilt für 1-2-3-4-5-6 genauso wie für jede andere Kombination.

Warum haben 6aus49 mit Superzahl und Eurojackpot dieselbe Gesamtzahl an Kombinationen?

Das ist ein Zufall der Zahlenformate, aber ein exakter: C(49,6) · 10 = 13.983.816 · 10 = 139.838.160 für 6aus49 mit Superzahl, und C(50,5) · C(12,2) = 2.118.760 · 66 = 139.838.160 für Eurojackpot. Beide Spiele haben damit dieselbe Chance in der höchsten Gewinnklasse, obwohl die Ziehung völlig anders aufgebaut ist.

Erhöht ein Systemschein die Gewinnwahrscheinlichkeit pro Tipp?

Nein – er erhöht die Anzahl der Tipps. Ein Vollsystem mit 9 Zahlen enthält C(9,6) = 84 Sechserkombinationen und kostet entsprechend das 84-Fache eines Einzeltipps. Die Wahrscheinlichkeit pro abgegebenem Tipp bleibt unverändert; man kauft mehr Tipps, keine bessere Quote.

Kann man aus vergangenen Ziehungen auf die nächste schließen?

Nein. Die Kugeln tragen keine Information über frühere Ziehungen, und jede Ziehung ist ein unabhängiges Ereignis. Eine Zahl, die lange nicht gezogen wurde, ist bei der nächsten Ziehung nicht wahrscheinlicher – das ist der Denkfehler, der als Spielerfehlschluss bekannt ist.